Tabellenführer? Tabellenführer! Rakete Alte Herren mit tollem Saisonstart!

In der Spielzeit 2019 der Hobbyliga-West fährt unsere Rakete zweigleisig. Neben unserer „Ersten“ wurde auch ein Team für die „Alte Herren“ (AH) – Liga gemeldet. Schließlich wollen sich auch unsere +30-jährigen noch einmal im Liga-Betrieb beweisen.

Im ersten Freundschaftsspiel gegen Rot-Weiß Heerdt konnte die neu formierte Truppe bei einem 5:3 Sieg auch schon die ersten positiven Akzente setzen, jedoch weiß jeder Kenner: Freundschaftsspiele haben keine Aussagekraft.

Prompt ging man im ersten Heimspiel an der Fährstraße mit 1:2 gegen den FC Büderich, trotz großen Kampfes, baden! Da halfen auch keine Laptoptrainer-Skills von Spielertrainer Dennis, der die Aufstellungsformation via IPad den verdutzten Raketen präsentierte.

In der darauffolgenden Partie gegen Papa Kowolls Letzter Wille zeigte sich die enorme Resilienz , die in dieser Truppe steckt. Trotz einer schwachen ersten Hälfte und eines 0:1 Rückstandes spielten sich die Raketen wieder in die Partie und konnten am Ende durch Tore von Christoph, Bert und Tobi mit 3:2 triumphieren. Als besonderer Augenschmaus entpuppte sich der Siegtreffer in der Nachspielzeit. Raketen-Ibrahimovic Philipp düpierte zwei Gegenspieler an der gegnerischen Grundlinie und lupfte anschließend über alle Abwehrspieler samt Torwart den Ball mustergültig auf Tobi, der aus ca. einem halben Meter nur seinen Kopf hin halten musste.

Mit den ersten drei Zählern im Sack reiste man am vergangenen Montag zum Auswärtsspiel nach Gerresheim. Der Gastgeber Lokomotive Rheinwiese gilt als physisch unangenehme Truppe, den unsere Jungs den Schneid abkaufen wollten. Insbesondere Mittelfeld-Motor Christian nahm den Hinweis aber zu wörtlich und holte sich bereits nach 30 Minuten die „Ampelkarte“ ab. Auch generell waren die Raketen in den Zweikämpfen selten zögerlich, ein couragierter Auftritt. Nach dem frühen Kopfballtreffer von Philipp (Vorlage: Julian) stellte Michael mit einem herrlichen Treffer aus 30-35 Metern früh auf 2:0. In der Folge fehlte aber die Galligkeit und das trotz der Wiederkehr des Präsis. Die Lokomotive kam zurück und egalisierte die Führung noch vor dem Pausenpils. Nach einigen, auch verletzungsbedingten Umstellungen, schlug die Rakete in Form von Julian und Philipp (toller Doppelpass) zurück. Doch auch diese Führung konnte nicht lange gehalten werden. Aber wohl dem, der ein Christoph Klinck in seinen Reihen hat. Kurz vor Schluss bedient er mit einem Laserpass den am rechten Strafraumeck wartenden Philipp, der im Stile eines Klasse-Stürmers den Ball zum 4:3 ins Netz nagelte. Danach ging es noch weiter hin und her, Chancen hüben wie drüben. Am Ende reichte es aber zum 4:3 Auswärtssieg und damit auch zur Tabellenführung nach drei Spieltagen.

(Arbeitsnachweis siehe Bild)

Rakete 04 stürmt auf Platz 2 – 2:1 gegen A-Team reloaded

Es war mal wieder alles angerichtet. Die Rakete hatte Heimspiel an der Pariser Straße und empfing den Ex-Meister der Hobbyliga West: A-Team reloaded. Trainerfuchs Ghislain hatte jedoch Mühe eine fitte Elf aufzubieten, sodass man kurzerhand noch mit Andreas Klümpen einen weiteren Spieler verpflichtete – der direkt als Rechtsverteidiger überzeugte. Des Weiteren bildeten Andi Ravens, Thomas, Leo und Hotte eine Abwehr aus Granit so wie einst…Darmstadt 98. Im Tor konnten weder Ulli noch Manu spielen, sodass Dennis nach Verletzungspause das Tor hüten durfte. Im Sturm setzte Ghislain auf die Routiniers – Freudenstein und Yoon sollten Hannibal und Co. ordentlich einheizen.

Die Anfangsphase begann mit einem ersten Schreck. Leo verletzte sich schon nach wenigen Minuten und musste gegen Sebastian Diehl getauscht werden. Nach einer gespielten Viertelstunde konnte die Rakete erste Nadelstiche mit Kontern setzen. Ganz nach Lilien-Manier, ein hoher langer Ball auf Julian, der den Verteidigern davon sprinten konnte, um dann aber im Eins gegen Eins am gut postierten A-Team-Keeper zu scheitern. Dann lief sich Abwehrmann Ravens im Strafraum frei, konnte die hochprozentige Chance aber nicht zur Führung nutzen – sein Schuss war zu mittig. Das A-Team, immerhin mit einem Meistertitel in der Vitrine, erarbeite sich ebenfalls vorzeigbare Chancen. Die Abwehrrecken Thomas und Hotte mussten folglich „viel löschen“, Dennis konnte sich ebenfalls auszeichnen. Nach einer gespielten halben Stunde ein passabler Flankenlauf der Gäste. Murdock spielte den Ball hoch in den Strafraum, wo der gut postierte Angreifer mit seinem „Face“ Dennis keine Chance ließ. Postwendend aber die Antwort! Simon stieg dem Gegner aufs Dach. Julian spielte einen langen Ball aus zentraler Position auf Simon, der allen Abwehrspielern traumwandlerisch davon lief und mit einem messerscharfen Abschluss den Spielstand zurück auf Unentschieden stellte, à la bonne heure.

In der zweiten Hälfte war das A-Team die dominierende Mannschaft, dennoch ließen unsere Abwehrhelden nur sehr wenige Chancen zu. Die Raketen kämpften wie Löwen gegen die drohende Niederlage. Dazu kam eine „Abgezocktheit“, die man früher selten gesehen hat. Geschickt wurden Fouls gezogen, es wurde aber auch ordentlich ausgeteilt, wie sonst nur von B.A. Baracus. Raketen-Legende und Schlitzohr Frank konnte diese Spielweise am Seitenrand nur wohlwollend aufgenommen haben. Unser Offensivspiel war auch in Hälfte zwei stark von „Kick & Rush-Elementen“ geprägt. So wurde Julian lang geschickt, der dann sogar die Führung für Rakete 04 erzielte. Wahnsinn! Der Irrsinn wurde noch größer, da unsere Jungs das Ergebnis bis zum Ende hielten. 2:1 Sieg für Rakete 04! Platz 2 in der Hobbyliga-West. Das A-Team reloaded wirkte gegen Ende des Spiels entmutigt und fad wie der 2010 veröffentlichte Streifen „A-Team – Der Film“ mit Liam Neeson und Bradley Cooper.

Sollte dieses Spiel einmal verfilmt werden, der Oscar für den „besten Schnitt“ wäre uns sicherlich nicht zu nehmen.

Tanz auf zwei Hochzeiten beendet – Lot Jonn tritt Rakete 04 aus dem Pokal!

Die Rakete gilt landauf, landab als Pokalschreck. Begründet nahezu ausschließlich aus der famosen Pokalsaison 2015, als wir als damaliger Zweitligist kernig ins Pokalfinale einzogen. Auch wenn das nun nach den großen Erfolgen eines VfL Bochums klingt, die Marschroute vor der Saison war klar: Titel müssen her! Im Achtelfinale wartete der FC Lot Jonn – Ein gutes Omen. Schließlich wurden die Kneipenkicker auch schon 2015 aus dem Weg geräumt.

Das Spiel ging leider sehr unerfreulich los. Nach zwei Minuten Spielzeit musste Manu „hinter sich greifen“, Guten Morgen liebe Raketen! Anschließend kam der Spielaufbau aber in Schwung. Tim mit der ersten guten Gelegenheit, sein Kopfball ging aber knapp über den gegnerischen Kasten. Die Rakete dann auch ruhiger am Ball, Freudenstein imponierte mit einer nie zuvor gesehenen Agilität. Der FC Lot Jonn wurde begleitet von einer Meute Schlachtenbummler, die es sich mit einem Fässchen Alt gemütlich gemacht hatten. Die kochende Stimmung an der Pariser Straße übertrug sich schnell auf die Gäste, die von Anfang an sehr nickelig in den Zweikämpfen waren. Da der Schiedsrichter stets ein Auge auf die Vorgänge abseits des Platzes hatte „Holt dat Kind da weg“, „Ersatzspieler hinter dat Jackett“, „Jetzt is ma Ruhe da draußen“ übersah er doch einige Fouls der ruppigen Fieslinge. Infolgedessen schwoll der Kamm bei Julian und Kollegen, die mit „Engelszungen“ den Schiri auf die Gangart der Lot Jonner hinwiesen. Leider war die Kreditlinie der Raketen an diesem Abend nicht besonders hoch. Nach knapp einer halben Stunde traten die Raketen zurück. Der „neue Christian“ verursachte einen Freistoß, den ein Lot Jonner-Spieler sehenswert zum 0:2 verwandelten.

Nach der Pause war die Rakete wieder spielbestimmend. Julian, Tim, Christoph und Max konnten nur von Fouls gestoppt werden, die in der Regel nicht gepfiffen wurden. Nach einer Reihe guter Gelegenheiten wurde dann auf Elfmeter gegen die Rakete entschieden – 0:3. Die Gäste spielten sehr effizient und zogen unseren Raketen nach und nach alle Schneidezähne. Nur noch mit Eckzähnen ausgestattet, traf Julian dann aber zum Anschlusstreffer. In den letzten Minuten einige weitere Hochkaräter, doch Christoph & Company gelang kein weiterer Treffer mehr. Schade, der Pokalsieg ist dann aber 2019 fällig!

 

Rakete 04 – Zenit Unterbach 2:2 – Später Ausgleich durch den Raketenschuh

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In der letzten Saison standen im Duell mit den Unterbachern ein Remis und eine knappe Niederlage für unsere Rakete zu Buche. Nun sollte mit viel Rückenwind aus den letzten siegreichen Spielen endlich der erste Dreier eingefahren werden. Doch leider ist die „Kader-Decke“ momentan etwas dünn. Nur 12 ½ Raketen (Ulf mit grippalem Infekt nur für Notfälle fit) fanden sich am Freitag Abend an der Pariser Straße ein. Gut, dass Stürmerstar Philipp mit seinen „Rakete 04“ gravierten Fußballschuhen das richtige Signal setzte.

Die Anfangsphase war durchaus ausgeglichen, die Gäste hatten aber die bessere Spielanlage. Nach knapp 20 Minuten kam Christian im Strafraum an den Ball, traf von der rechten Seite aus aber nur das Außennetz. Es war ein Weckruf für die Gäste, die dann den Ton deutlich angaben. Unsere umformierte Abwehr mit Leo, Julian, Gregor, Ravens und Ghislain mussten sich vielen Angriffen erwehren, konnten ab und an aber auch gefährliche Konter einleiten. So wie in der 30. Minute. Tim bekommt den Ball vom überragenden Yoon knapp 30 Meter vor dem Gehäuse gespielt, geht noch ein paar Schritte und zieht dann wuchtig ab. Nur das Tornetz der Unterbacher verhindert, dass der Ball nicht in Neuss gelandet ist: 1:0 für die Rakete! Wie so oft wurde nach dem Führungstreffer abgeklatscht, die Erleichterung bei allen Raketen war deutlich zu spüren. Zenit schien sich von Tims „Kunststoß“ und Mike Hankes Tor gegen Leverkusen reichlich inspiriert zu haben und schossen mit dem Anpfiff direkt auf Manus Kasten. Der stand leider etwas zu weit vor der Linie – 1:1. Auf ultrarutschigem Geläuf war die Maßgabe ab sofort klar: Shoooot. In der eigenen Hälfte wurde den Raketen kurz vor der Pause ein Freistoß zugesprochen. Leo probierte es direkt! mit einem gefährlichen Aufsetzer, den der Schlussmann der Gäste mit viel Mühe über die Latte lenken konnte.

In der zweiten Halbzeit vollzog sich ein Abnutzungskampf. Beide Teams schenkten sich nichts, unsere Raketen mit einer kämpferisch einwandfreien Leistung. Tim, Simon, Christian und Yoon unterbanden im prasselnden Regen jegliche Angriffsbemühungen der Gäste, Philipp rieb sich vorne auf. Julian und Leo immer wieder mit gefährlichen Vorstößen, bis auf eine Kopfballchance für Philipp aber ohne die zwingenden Gelegenheiten. Zenit, mit vielen guten Technikern ausgestattet, wusste aber auch die stumpfe Klinge einzusetzen. Da die Spielleitung sehr viel laufen ließ, stand am Ende nur eine gelbe Karte für Ravens, die der Schiri süffisant mit den Worten „Hast Du sauber umgehauen“ kommentierte. Kurz darauf eine strittige Szene im Strafraum der Raketen. Gregor kommt im Zweikampf angeblich zu spät und trifft mehr Gegner als Pocke. Den fälligen Elfmeter verwandelt Zenit zur Führung. 1:2. Zenit anschließend fast mit der Entscheidung – es rettet die Raketenlatte! In der letzten Viertelstunde noch ein Wechsel bei den Raketen. Für Ghislain kam René in die Partie. In der 88. Minute versucht Tim es wieder aus der Distanz, der Ball wird von einem Abwehrspieler aber abgefälscht und fällt dem Mann mit den Raketen-Schuhen quasi vor die Füße: 2:2 durch Philipp! Das Tor feiern Tim und Philipp gebührend mit dem berüchtigten Schuhputzjubel. In der Nachspielzeit bekommt Christian den Ball am 16er, trifft das Leder tückisch mit dem Schienenbein, doch der Keeper kann den „immer länger werdenden Ball“ knapp um den Pfosten lenken. Bei unangenehmen Regenwetter ertönte dann der Schlusspfiff, ein gutes Spiel mit einem aus Raketensicht gerechten Ergebnis!

 

„Pokalkracher an der Pariser Straße“ Rakete 04 RheinPARK – SG Cosmos/Hennekamp 4:0

Die neue Spielzeit startete am letzten Freitag mit der ersten Pokalrunde. Der große Rivale aus vergangenen Hobbyligazeiten kam an die Pariser Straße, Cosmos Düsseldorf – „The Originals“. „We call it a Klassiker“ hätte vermutlich Franz Beckenbauer zu der Partie gesagt, wäre er denn gefragt worden.

Mit viel Vorfreude blickte man also auf die Partie. Und auch unser Gegner wusste die Partie zu würdigen. Schliesslich wurde auf deren Vereinshomepage der Gegner als „Rakete 04 RHEINBAHN“ angepriesen. Shots fired!

Raketen-Chef Ghislain erinnerte seine Mannschaft in der Spielbesprechung an glorreiche Schlachten gegen Cosmos. Unter anderem ein nebulöses 7:1 für die Rakete habe es wohl gegeben. Und die Spiele seien immer sehr rustikal gewesen. So so. Dementsprechend stellte er auch mit Hendrik, Thomas, Leo und Julian Spieler auf, die dagegen halten und so grimmig schauen können, dass kein Fahrkartenkontrolleur der Welt nach einem Fahrausweis fragen würde. Mit von der Partie war auch wieder Andi Yoon, der sich erbarmte und noch eine Saison seiner schillernden Hobbyligakarriere bei den Raketen verbringen wird.

Mit dem Anpfiff war die Rakete sofort tonangebend. Der Ball lief im Mittelfeld recht präzise auf sehr rutschigem Geläuf. Sturmtank Philipp tat die Winterpause gut. Er wirkte sehr spritzig und überlief mehrmals, wie ein D-Zug, seine Gegenspieler. Sein Sturmpartner Dennis, eher der Typ Bummelzug, wurde als Wandspieler eingesetzt, der die Bälle dann in das nachrückende Mittelfeld zurückspielte. Trotz der massiven spielerischen Überlegenheit fehlten die großen Chancen in den ersten 30 Minuten. Wenn nichts aus dem Spiel geht, dann vielleicht mal Gefahr über eine Standardsituation. Max schlug eine Ecke auf den am 16er stehenden Julian, der artistisch mit einem Seitfallzieher den Ball aufs Tor brachte und knapp vom Cosmos-Goalie über die Latte gelenkt wurde. Die erste größere Chance brachte noch mehr Auftrieb. Kurz darauf eine Flanke von Max auf Philipp, der die Pille sofort verarbeiten konnte und aus ca. 12 Metern zur längst überfälligen Führung traf. Der Brustlöser. Cosmos kam danach zu einer Chance nach einem katastrophalen Rückpass, aber Andi Ravens im Tor musste bei diesem Schuss nicht mehr eingreifen. Kurz vor der Pause wieder die Zugbegleiter im Angriff. Philipp setzt sich halblinks im 16er durch und spielt in die Mitte, wo Ulf, die Altrakete, mühelos einschieben konnte. 2:0! Damit wandelt Ulf auf den Spuren von Ryan Giggs, schließlich hat er in jeder Raketen-Hobbyliga-Saison mindestens einen Treffer erzielt. Chapeau! Mit großen Gefühlen ging es dann in die Halbzeit.

Ghislain nahm einige Wechsel vor. Bert, Christian, Tim, Christoph und der Präsi kamen in die Partie. 5 andere mussten weichen. Jedoch verließen nur 4 den Platz. Frank mimte am Spielfeldrand Otto Rehhagel, zählte alle Vertragsamateure und EU-Ausländer durch und winkte dann Leo schnell vom Platz. Das Spiel konnte mit 11 gegen 11 weitergehen. Aber nicht allzu lange. Hendrik beklagte sich mehrmals höflich aber bestimmt beim Schiedsrichter, der die konstruktive Kritik weniger konstruktiv aufnahm. Zehn Minuten Zeitstrafe! Die Rakete machte es also wieder spannend, aber auch in Unterzahl kontrollierten wir das Spiel. In der zweiten Halbzeit gefielen insbesondere Tobi und Max als wuchtige „Tecklenburger-Flügelzange“, die immer wieder Flanken in den Strafraum brachte. In der 62. Minute dann das 3:0. Max flankt auf Philipp und der rammt mit seinem Kopf den Ball und den Torwart ins Netz! Schöner Doppelpack. Vorgespult bis in die 80. Minute ­ eine rar gesäte Kontermöglichkeit der Gäste. Abwehrchef-Thomas kam, wie jede gute Regionalbahn, ein „Tacken“ zu spät und senste ca. 35 Meter vor dem eigenen Tor den Stürmer um. Wieder 10 Minuten Zeitstrafe. Mit „Hatte eh keine Lust mehr“ quittierte er den heutigen Dienst. Aber auch die abermalige Unterzahl konnte unserem Offensiv-Feuerwerk nichts anhaben. Kurz vor dem Ende flankte Bert präzise auf den heranstürmenden Christoph, der per Kopf auf den 4:0-Endstand stellte. Der Derbysieg war nie gefährdet und geht aufgrund der großen Überlegenheit natürlich in die Geschichte unserer Raketen ein.

In ca. 4 Wochen startet dann auch die Liga. Das erste Spiel bestreiten die Rheinparker dann gegen den Aufsteiger Blau Blau Brause.

Weltklassetor bringt „Pünktchen“ – Rakete Rheinpark 04 – Hammer SV 1:1

Die letzte Woche war sehr aufwühlend bei den Rheinpark Raketen. Zuerst das glorreiche 4:1 gegen Schwarz-Weiß Bilk und dann wilde Wechselgerüchte um Raketen-Legende Andi Yoon. Aber erstmal der Reihe nach. Der Sieg gegen die Bilker bedeutete Luft im Abstiegskampf. Präsi Ghislain plane angeblich schon eine weitere Spielzeit in der Beletage der Hobbyliga-West. Der windige Spielerberater Christian F. möchte daraus wohl mächtig Profit schlagen. Wie „Sauerbier“ bietet er seinen Schützling Ligaweit an. Er wird zitiert mit den Worten „Yoon könne sich alles vorstellen“, was viel Interpretationsspielraum bietet. Ghislain spielte die „Vertrags-Karte“ und mahnte „Yoon müsse lebenslang gültige Verträge auch einhalten“.

Trainer Tobi stand vor dem Spiel gegen den Hammer SV also vor einem wahren Husarenritt. Trotz allem nominierte er sowohl Yoon als auch Christian F. für die kommende Partie gegen den Hammer SV. Denn gegen die rustikalen Hammer brauche es Spieler, die mit allen „Abwassern gewaschen seien“, so der Erfolgscoach.

Das Heimspiel an der Pariser Straße begann für die Raketen sehr zerfahren. In den ersten Minuten stand unsere Mannen sehr ungeordnet und musste sich wilden Angriffen aussetzen. Die Hammer, vermutlich noch beseelt vom kürzlich zu Ende gegangenen Hammer Schützenfest, übernahmen in der Anfangsphase die Kontrolle. Folgerichtig dann auch der Führungstreffer per Kopfball für die Gäste nach ca. 10 gespielten Minuten. Andi Ravens im Kasten war chancenlos. Danach sortierten sich unsere Jungs und versuchten ein gepflegtes Kurzpassspiel aufzubauen. Aber nicht mit den Hammern. Äußerst ruppig und unverhältnismäßig hart wurde zugelangt. Der Schiedsrichter ermahnte, verteile auch die ein oder andere gelbe Karte, aber ohne Wirkung. Es wurde hitzig. Der bange Blick von Tobi auf unsere Ersatzbank verhalf keine Abhilfe – keiner da. Lediglich der angeschlagene Philipp orakelte, er könne vermutlich die letzte halbe Stunde spielen. Die Sorgenfalten wurden auch nicht weniger, schaute man sich das gekicke in der ersten Hälfte detaillierter an. Hochprozentige Torchancen für die Rakete waren Mangelware. So ging es dann mit einem knappen Rückstand in die Pause. Beim Pausentee beschwörende Worte von Tobi, sich nicht von der hitzigen Atmosphäre anstecken zu lassen.

Die Offensive wurde von Minute zu Minute besser. Die beiden Haberstocks kombinierten gut, unterstützt von Ulf, Simon und Giang. In der Folge wurden die Hammer mehr und mehr in der eigenen Hälfte festgetackert. Die Abwehr um Hendrik, Max und Christian F. wirkte sehr stabil, selbst bei Kontern durch langabgeschlagene Abschläge. Tim hatte nach ca. einer Stunde eine Top-Gelgenheit auf dem Schlappen, doch der Torwart parierte glänzend. Kurz darauf bekam Dennis den Ball mustergültig zugespielt, doch mit seiner „linken Klebe“ schoss er hauchzart am Tor vorbei. Den Hammern ging merklich die Puste aus, schließlich rutschten sich nicht mehr bei jeglicher Gelegenheit in die Beine unserer Raketen. 25 Minuten vor Schluss kam Philipp für Dennis in die Partie und belebte das Spiel sofort. Nach Doppelpass mit „Judas-Yoon“ eine super Chance für ihn, aber der Torwart der Gäste konnte abermals parieren. So stemmten sich die Raketen nach Kräften gegen die drohende Niederlage, aber ein Tor wollte partout nicht fallen. Zehn Minuten vor Schluss wieder ein hartes Foul der Gäste, was der Schiri dann mit einer 10 minütigen Zeitstrafe ahndete. Gegen 10 Mann müsste doch nun ein Tor fallen!

Dann die 85. Spielminute. „Judas-Yoon“ flankte den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, doch der Ball wurde wieder auf den Flügel rausgeköpft. Simon schnappte sich das Leder und flankte wieder in den Strafraum wo der „angeschlagene“ Philipp auf den Ball wartete. Akrobatisch lag Philipp bei der punktgenauen Flanke in der Luft und hämmerte den Ball aus 14 Metern mit einem sensationellen Fallrückzieher am völlig verdatterten Hammer Keeper ins Netz! 1:1. Weltklasse-Tor!

Danach spielten die Raketen komplett auf Sieg, doch der entscheidende Treffer sollte nicht mehr fallen. Ein 1:1 am Ende, dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte auch hoch verdient. In der nächsten Partie geht es gegen den Tabellenführer, dann sollte auch Yoon mal ein Fallrückziehertor gelingen.